GRI-Index

GRI 102 Allgemeine Angaben

Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Baustoffunternehmen mit Sitz in Deutschland.

Seit der Gründung im Jahr 1900 durch Wilhelm Rinn VIII. hat sich das Familienunternehmen zu einem marktführenden Betonwarenhersteller im Premiumsegment und einem bedeutenden Arbeitgeber in der Region entwickelt.

Unsere Produktpalette reicht von Terrassenplatten, Magnum Pflastern, Platten mit hochwertigen Oberflächen über Treppenstufen, Hangbefestigungen, Mauern bis zu Betonfertigteilen, maßgefertigten Produkten und Sonderelementen. Technologisch hochentwickelte Veredelungsprozesse gewährleisten eine einzigartige Premiumqualität. Rinn Produkte zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer aus und können in vielen Spezialbereichen angewendet werden.

In den Rinn Ideengärten beraten wir Privatkunden bei der Realisierung ihrer persönlichen Gartenträume. Unsere firmeneigenen Reinigungsteams haben die Erfahrung, das Fachwissen und die Produktkenntnisse, um ein rundum optimales Reinigungsergebnis zu erzielen.

Zwei Drittel unserer Produkte werden im privaten Hausgarten und Eingängen verbaut, das andere Drittel in öffentlichen Bereichen.

Der Hauptsitz des Unternehmens Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG befindet sich seit seiner Gründung in Heuchelheim bei Giessen in Mittelhessen. 

Deutschland ist mit rund 95 Prozent der primäre Absatzmarkt, auf dem wir unsere Produkte verkaufen. Dieser ist in 20 Verkaufsregionen gegliedert. Den norddeutschen Markt betreut Rinn gemeinsam mit dem Kooperationspartner Betonwerk Woehe & Heydemann GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg-Kummerfeld.

In den vier angrenzenden europäischen Ländern Österreich, Schweiz, Luxemburg und Belgien werden Rinn Produkte durch Verkaufsorganisationen oder Vertriebspartner vermarktet. Zwei weitere Partner gehören als vertragliche Lizenznehmer zum Netzwerk. Auf Basis von Know-How-Verträgen stellen seit 2013 Acheson & Glover (Irland) und seit 2011 Anchor Wall Systems (USA) Rinn Produkte in eigener Fertigung und für den eigenen Vertrieb her.

Die Anteile des Familienunternehmens liegen vollständig in der Hand der vier Gesellschafter der  Familie Rinn. Geschäftsführer Christian Rinn ist seit 2009 Mehrheitsgesellschafter. Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von 42 Prozent solide finanziert. Seit 2018 ist mit Luisa Rinn die fünfte Generation ins Familienunternehmen eingestiegen.

Unser Geschäft konzentriert sich auf die Herstellung von Betonsteinprodukten für den Garten- und Landschaftsbau im privaten Hausgarten sowie für öffentliche Aufenthaltsbereiche. Heute ist Rinn einer der wenigen Hersteller, die ein ganzheitliches Sortiment vollständig aus eigener Produktion anbieten. Unsere Produkte werden für die Renovierung oder Umgestaltung von Gärten, Fußgängerzonen, Stadt- oder Dorfplätzen und anderen öffentlichen Bereichen wie zum Beispiel Bahnhöfen eingesetzt.

Das Unternehmen umfasst drei Werke in Deutschland mit insgesamt 514 Beschäftigten und erzielte im Jahr 2018 einen Gesamtumsatz von ca. 72 Mio. Euro. 

Anzahl der Mitarbeiter
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Heuchelheim & Steinbach 313 325 337 351 364 374 375 397 396
Stadtroda 73 79 84 86 89 91 96 105 118
Gesamtbelegschaft 386 404 421 437 453 465 471 502 514

Die Geschäftstätigkeit umfasst die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Betonstein.

Eine genaue Beschreibung der Lieferkette finden Sie hier.

Im Berichtszeitraum gab es keine signifikanten Veränderungen.

Sämtliche Investitionsentscheidungen werden in Abwägung ökonomischer, sozialer und ökologischer Entscheidungskriterien getroffen. Die unternehmensspezifische Umweltproduktdeklaration bestätigt die ökologische und gesundheitliche Unbedenklichkeit unserer Betonsteinprodukte während der Nutzungs- und Entsorgungsphase.

Als Industrieunternehmen unterstützen wir verschiedene Umweltinitiativen und engagieren uns in den Regionen unserer Unternehmensstandorte. Wir fördern unter anderem den Architektursommer Rhein-Main und den Deutschen Landschaftsarchitektur Preis (siehe auch Partner und Mitgliedschaften auf der RINN Website).

Unseren Anspruch an verantwortungsvolles Handeln dokumentieren wir durch vielfältige umwelt- bzw. nachhaltigkeitsrelevante Mitgliedschaften. Ziel ist es, die Zukunft nachhaltigen Wirtschaftens und gesellschaftlicher Verantwortung gemeinsam zu gestalten und die eigenen Aktivitäten weiterzuentwickeln. Ein Auszug:

BDLA: Bund Deutscher Landschaftsarchitekten
DGGL - Deutsche Gesellschaft für Garten- und Landschaftskultur e.V.
Betonverband Straße, Landschaft, Garten e.V. (SLG)
BetonMarketing Deutschland GmbH
SLG - Fachvereinigung
Bundesverband und Landesverbände Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. Hessen-Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt
Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V.
Institut Bauen und Umwelt e.V.
inclusion e.K. Wesseling
Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V.
Allianz pro Schiene
Förderverein Bundesstiftung Baukultur
Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen e.V.
Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. Verband der Bahnindustrie Deutschland e.V.
Überwachungsgemeinschaft Gleisbau e.V.
Bundesvereinigung mittelständischer Bauunternehmen e.V.
Klimaschutzunternehmen e.V.
u.v.m.

Als Hersteller von Baustoffen aus Betonstein sind die wesentlichen umweltspezifischen Herausforderungen bei uns eine zunehmende Verknappung natürlicher Rohstoffe, der globale Klimawandel und das damit verbundene Ziel einer kohlenstoffarmen Weltwirtschaft z.B. durch einen effiziente Einsatz von erneuerbaren Energien. Ein große Bedeutung in der Bauindustrie hat der Umgang mit dem Rohstoff Abfall und die Möglichkeiten seiner Wiederverwertung.

Im Bereich Mitarbeiter ist der Umgang mit der demografischen Entwicklung in der Region und die Sicherung des Nachwuchses und der Qualifikation der Belegschaft die wichtigste Herausforderung. Für die Baustoffbranche ist im Allgemeinen die Steigerung der Attraktivität des Arbeitsplatzes für Frauen eine wichtige Aufgabe. Das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ist für das Industrieunternehmen von fortwährender Aktualität ebenso wie die Vereinbarkeit von Leben und Beruf.

Zur nachhaltigen Entwicklung in der Lieferkette zählt Rinn die Regionalität der Wertschöpfung durch werksnahe Lieferanten und die Einhaltung hoher Sozial- und Umweltstandards. Langfristige und vertrauensvolle Lieferantenbeziehungen sind Grundlage einer gemeinsamen Verbesserung der Wertschöpfungskette.

Die Förderung einer nachhaltigen Baukultur durch eine Verbesserung des Planungs- und Umsetzungsprozesses, einer Reduktion von Fehler- und Instandhaltungskosten, der Entwicklung von nachhaltigen Baustoffen und der Etablierung einer Kreislaufwirtschaft im Bau sind hier die wichtigsten Themen für Rinn.

Die wichtigsten Grundsätze unserer Unternehmensphilosophie haben wir in unserem Rinn Kodex festgehalten. Er bildet das Fundament der Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden.

Korruption und der verantwortliche Umgang mit Geschenken ist in unserer Rinn Richtschnur festgelegt, die jeder Mitarbeiter bekommen hat. Für neue Mitarbeiter ist er Bestandteil der Einstellungsmappe.
Auszug aus dem Inhalt: Korruption wird im ganzen Unternehmen unter keinen Umständen geduldet. Die Mitarbeiter trennen im Umgang mit Geschäftspartnern und staatlichen Institutionen die Interessen von Rinn und ihre privaten Interessen strikt voneinander. Wenn sie Kenntnis von einem möglichen Verstoß gegen diese Regeln erhalten, informieren die Mitarbeiter ihre Führungskraft oder die Pesonalleitung. Jeder Mitarbeiter trägt Mitverantwortung, wenn er von einem Verhaltensverstoß Kenntnis hat und diesen nicht meldet. Im Berichtszeitraum sind keine Korruptionsfälle bekannt.

Das Unternehmen hat eine schlanke Organisationsstruktur. Zahlreiche Abteilungs- und Organisationsbesprechungen fördern eine direkte Kommunikation in alle Richtungen und bilden die Grundlage für schnelle Entscheidungen. Eine flache Hierarchie zeichnet die Führungsstruktur bei Rinn aus. Entscheidungen werden überwiegend dort getroffen, wo sie erforderlich sind. Durch eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen und eine Faszination für den Baustoff Beton entsteht bei Rinn die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Dies weiter auszubauen, sehen wir in der Organisationsentwicklung als eine der herausragenden Anforderungen für die Zukunft. Strategische Fragen klären die Geschäftsführer gemeinsam mit der Geschäftsleitung.

Die Mitglieder der Geschäftsleitung werden durch die Geschäftsführung nach Kriterien der fachlichen Eignung ausgewählt. Eine externe Leistungsbeurteilung der Geschäftsführung erfolgt durch die Gesellschafter der Familie Rinn.

Keine Angaben, da Rinn kein Verfahren für die Delegation von Befugnissen implementiert hat.

Die Geschäftsführer Christian Rinn, Alfred Metz und Hartmut Schramm erarbeiten als oberste Nachhaltigkeitsbeauftragte die Strategie und kontrollieren die Berichterstattung.

Seit 2012 entwickeln wir systematisch unsere nachhaltige Unternehmensstrategie weiter und messen sie an Kennzahlen. Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Die Entwicklung und Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsleistungen sind direkt in die Kernprozesse und Unterstützungsfunktionen des Unternehmens integriert.

Die Geschäftsführung definiert in enger Abstimmung mit der Geschäftsleitung und den Bereichsverantwortlichen den Rahmen für Steuerung und Kontrolle der Strategie.

In regelmäßigen Sitzungen der Geschäftsleitung werden Maßnahmen detailliert geplant. Die Bereichsverantwortlichen für Einkauf, Logistik, Energie, Personal, Vertrieb, Marketing und Finanzen berichten direkt an die Geschäftsführung. Die Geschäftsführer Christian Rinn, Alfred Metz und Hartmut Schramm arbeiten Nachhaltigkeitsaspekte in die Gesamtstrategie ein und kontrollieren gemeinsam mit der Geschäftsleitung die Berichterstattung.

Auswirkungen, Chancen sowie Risiken der Geschäftstätigkeit werden in jährlichen Strategiesitzungen analysiert und integriert.

Bei allen Investitionsentscheidungen werden ökonomische, soziale und ökologische Entscheidungskriterien abgewägt. Eine kontinuierliche Verbesserung der Unternehmensprozesse im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie wird bereichsspezifisch durch anerkannte Managementsysteme wie DIN EN ISO 50001 und dem Gütesiegel "Sicher mit System" unterstützt. Inzwischen haben wir ein stabiles internes Controlling aller wesentlichen Nachhaltigkeitsindikatoren.

Die Geschäftsführer Christian Rinn, Alfred Metz und Hartmut Schramm arbeiten Nachhaltigkeitsaspekte in die Gesamtstrategie ein und kontrollieren gemeinsam mit der Geschäftsleitung die Berichtserstattung

Zur Mitteilung kritischer Anliegen an die Geschäftsführung haben wir eine Reihe von Verfahren etabliert. Grundsätzlich pflegen wir intern eine lebendige Kommunikationskultur und erachten dies als entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens. In Betriebsratssitzung, Entgeltkommission, Wirtschaftsausschusssitzung, ASA-Sitzung (Arbeits- und Gesundheitsschutz), Gesellschafterversammlung und Mitarbeitergespräch können kritische Themen bereichsspezifisch offen zur Sprache gebracht werden. Auch durch den Betriebsrat können Anliegen von Mitarbeitern direkt an die Geschäftsleitung übermittelt werden. Alle zwei bis drei Jahre führen wir eine anonyme Mitarbeiterbefragung durch.

In Heuchelheim und Fernwald-Steinbach kam es in der Vergangenheit vereinzelt zu Beschwerden über LKW-Lärm. Hierauf haben wir umgehend reagiert und weisen unsere Logistikpartner fortwährend darauf hin, ausschließlich die Umgehungstraßen zu nutzen und nicht mehr durch die Orte zu fahren. Um die Lärmbelästigung für die Anwohner zu vermeiden, halten wir die Hallentore weitestgehend geschlossen.

siehe auch Stakeholder Dialog Nachbarschaft

Zu den wesentlichen Stakeholdergruppen, mit denen wir im Austausch stehen, zählen Kunden aus dem Handel, Kunden aus dem Garten- und Landschaftsbau, Privatkunden, Lieferanten, Anwohner, Politik, Behörden, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen, als auch die eigenen Mitarbeiter und Führungskräfte.

Die drei Werke Heuchelheim, Steinbach und Stadtroda sind in der Tarifgemeinschaft „Arbeitgeberverband Steine und Erden Hessen-Thüringen” eingebunden. Unsere Mitarbeiter werden nach dem Entgelttarifvertrag und Manteltarifvertrag für Arbeitnehmer der Industrie Steine und Erden der Länder Hessen und Thüringen entlohnt. Die Betriebsvereinbarungen gelten für alle Mitarbeiter. Darüber hinaus unterstützen wir den Gedanken der frei verhandelten Tarifverträge im Rahmen einer Tarifgemeinschaft (Flächentarif) und beteiligen uns aktiv an den Tarifverhandlungen. Christian Rinn ist Vorsitzender im Vorstand des „Arbeitgeberverbandes Steine und Erden Hessen-Thüringen" und Verhandlungsführer der Tarifkommission.

Die für Rinn relevanten Stakeholdergruppen wurden im Rahmen der 2012 erarbeiteten Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt. Eine Überprüfung in 2017 ergab, dass die Auswahl der Stakeholdergruppen nach wie vor aktuell ist.

Unsere Mitarbeiter binden wir auf verschiedenen Ebenen gezielt in die Entwicklung ihres Arbeitsplatzes und des gesamten Unternehmens ein. Die wichtigsten Werkzeuge sind der kontinuierliche und hilfreiche Dialog, das Mitarbeitergespräch und die regelmäßigen Abteilungsbesprechungen. Auf abteilungsübergreifenden Führungskräfte- und Verkaufstagungen begegnen sich Rinnianer aus allen drei Werken und arbeiten gemeinsamen am Erfolg des Unternehmens. Als anonymes Feedbackinstrument führen wir seit 2013 Mitarbeiterbefragungen im zwei- bis dreijährlichen Rhythmus durch.

Mit unseren Geschäftskunden aus Handel, GaLaBau und Stadtplanung tauschen wir uns in drei unterschiedlichen Veranstaltungsformaten des Rinn Forum aus. Mit Privatkunden haben bei den BeratungstagenPlus Gelegenheit für ausgiebige Gespräche und persönliche Beratungen.

Im Jahr 2016 haben wir eine erste Lieferantenbewertung durchgeführt. Diese gibt uns einen Einblick über die Nachhaltigkeitsleistung unserer Geschäftspartner. Viel wichtiger sind uns jedoch die regelmäßigen Gespräche und Feedback-Treffen. Sie sind Grundlage für eine vertrauensvolle und werteorientierte Lieferantenbeziehung.

Durch unsere lange Geschäftstätigkeit in der Region fühlen wir uns tief mit unseren Nachbarn verbunden. Wir nehmen die Verantwortung unseres Handelns wahr und setzen uns in den Gemeinden unserer Standorte ein.

Wir engagieren uns in verschiedenen Branchenverbänden und externen Initiativen. Hier finden wir Kontakt zu Politik, Nicht-Regierungsorganisationen und Hochschulen, um Themen wie nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltiges Bauen weiter voran zu bringen.

Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co.KG und
Rinn Beton- und Naturstein Stadtroda GmbH

Zur Ermittlung wesentlicher Handlungsfelder beziehen wir seit 2012 unsere Mitarbeiter ein. In einer qualitativen Befragung wurden Leistungen und Herausforderungen der Geschäftstätigkeit durch Mitarbeiter unterschiedlicher Bereiche identifiziert. Im zweiten Schritt haben Geschäftsführer und Abteilungsleiter diese zu Handlungsfeldern zusammengefasst, priorisiert und mit Indikatoren quantifiziert. Aus den Kennzahlen werden fortlaufend Ziele abgeleitet und entsprechende Maßnahmen beschlossen.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie bezieht die Wertschöpfungsstufen der Produkte von Rohstoffgewinnung, Transport, Fertigung, Vertrieb, Einbau und Nutzung bis hin zum Rückbau mit ein. Darüber hinaus ist die kontinuierliche Entwicklung der internen Unterstützungs- und Führungsprozesse Grundlage der Strategie. Wir unterscheiden Aspekte, die innerhalb der Geschäftstätigkeit liegen und die wir direkt kontrollieren können, von Aspekten, die außerhalb des Unternehmens im Handlungsraum unserer Geschäftspartner, Kunden und anderen Akteuren liegen und die wir nicht direkt kontrollieren können. Bei wesentlichen Aspekten außerhalb unseres Unternehmens versuchen wir, durch einen lebendigen Dialog positiven Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen. Zukünftig wollen wir bei der Ermittlung und Priorisierung wesentlicher Aspekte weitere externe Anspruchsgruppen systematisch einbeziehen.

Durch die neue Onlineberichterstattung seit 2016 erfolgt eine umfassende Umstellung in der Darstellung. Die Seite wird klimaneutral gehostet. Der reine GRI Bericht kann über das Auswahlfeld "GRI" mit dem Drucker des Browsers uns Skalierungseinstellung von 70 % als pdf gedruckt werden. Eine gedruckte Ausgabe mit ausgewählten Themen wird im September 2019 erscheinen und wird dann auch als pdf zum Download angeboten.

Eine Überprüfung der Berichtsinhalte hat dazu geführt, dass wir einzelne Punkte zur Unternehmensführung nicht mehr berichten, da sie für unser Unternehmen nicht sinnvoll anwendbar sind. 

Der Nachhaltigkeitsbericht 2018 der Rinn Beton- und Naturstein GmbH und Co. umfasst die Geschäftsjahre 2017 und 2018 (1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2018).

Der Nachhaltigkeitsbericht 2016 wurde im Juli 2017 online veröffentlicht. www.nachhaltigkeitsbericht.rinn.net

Ausgewählte Themen des Berichts wurden als Printversion gedruckt.

Rinn Beton- und Naturstein GmbH und Co. KG veröffentlicht seit 2012 alle zwei Jahre einen umfassenden und vollständigen Nachhaltigkeitsbericht.

Christian Rinn
Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG
Rodheimer Straße 83
35452 Heuchelheim
Tel.: 0641 6009-0
Fax: 0641 6009-111
E-Mail: nachhaltigkeit(at)rinn.net 

Der Nachhaltigkeitsbericht 2018 orientiert sich an den Leitlinien der GRI in ihrer neuesten Fassung (GRI-Standards).

Der Berichtsinhalt wurde nicht extern geprüft. Zur Verbesserung unserer Berichtsqualität nehmen wir regelmäßig am IÖW/future-Ranking teil. 2018 bewerteten Studenten der Technischen Hochschule Mittelhessen im Rahmen ihres Studiums unseren Nachhaltigkeitsbericht 2016.

Themenspezifische Standards

Der langfristige Unternehmenserfolg der Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG basiert auf dem großen Teil an Eigenkapital. Mit unserer Strategie der regionalen Wertschöpfung haben wir auch viele Zulieferer und Dienstleister, die als zuverlässige Arbeitgeber vielen Menschen in den Regionen Mittelhessen und Ostthüringen einen Arbeitsplatz bieten.

Jährliche Umsatzentwicklung
Mit einer Eigenkapitalquote von 42 Prozent ist das Unternehmen solide finanziert. Wir reinvestieren jährlich ca. 8 bis 10 Prozent des Umsatzes in die Modernisierung, Erweiterung und Rationalisierung unserer Produktions- und Geschäftsprozesse. In unsere Rücklagen geben wir 25 Prozent unseres erwirtschafteten Erfolges, um das Fundament für ein gesundes Wachstum zu stärken.

2018 bestanden Pensionsverpflichtungen in Höhe von 81.000 €.

In 2017 haben wir als KFW-Fördermittel einen Tilgungszuschuss in Höhe von 129.750 € für die Halle54 (KfW 55 Standard) erhalten. Für "hocheffiziente Querschnittstechnologien" (Kompressoren)  bekamen wir in 2018 von der BAFA Investitionszuschüsse von 29.792 €. Die BAFA bezuschusste weiterhin in 2017/2018 die Anschaffung eines Elektroautos und 3 Hybridfahrzeuge mit insgesamt 6.500 €. 

Das Mindestentgelt für alle Mitarbeiter in der Produktion, Verkauf und Verwaltung ist die Einstufung in die Entgeltgruppe 4. Diese liegt bei Rinn 42,32 Prozent über dem tariflichen Mindestlohn und 51,02 Prozent über dem lokalen Mindestlohn.

Unsere 58 Führungskräfte sind zu 98,3 Prozent aus der Region und haben sich im Rahmen ihrer langjährigen Tätigkeit im Unternehmen zu Entscheidungsträgern entwickelt. Ein geringer Anteil von 1,7 Prozent der Führungskräfte wurde nicht lokal angeworben.

Mit unseren Investitionen in Höhe von 5 Millionen Euro im Zeitraum von 2012 bis 2018 in Energieeffizienzmaßnahmen,  dem Ausbau erneuerbarer Energien und die Weiterentwicklung der Wasseraufbereitung sowie weiteren Aufwendungen für Umweltschutz verbessern wir unsere Umweltbilanz und zeigen, dass nachhaltiges Wirtschaften sich lohnt.

Wir haben die Zielvereinbarung für nachhaltige Beschaffung des Bundeslandes Hessen unterzeichnet und berücksichtigen in der Beschaffung von Gütern konsequent die nachhaltigen Kriterien.

Aus Wettbewerbsgründen werden diese Informationen nicht veröffentlicht.

Bei Rinn wurden im Berichtszeitraum keine Betriebsstätten geprüft.

Korruption und der verantwortliche Umgang mit Geschenken ist in unserer Rinn Richtschnur festgelegt, die jeder Mitarbeiter bekommen hat. Für neue Mitarbeiter ist er Bestandteil der Einstellungsmappe.
Auszug aus dem Inhalt: Korruption wird im ganzen Unternehmen unter keinen Umständen geduldet. Die Mitarbeiter trennen im Umgang mit Geschäftspartnern und staatlichen Institutionen die Interessen von Rinn und ihre privaten Interessen strikt voneinander.
Wenn sie Kenntnis von einem möglichen Verstoß gegen diese Regeln erhalten, informieren die Mitarbeiter ihre Führungskraft oder die Pesonalleitung. Jeder Mitarbeiter trägt Mitverantwortung, wenn er von einem Verhaltensverstoß Kenntnis hat und diesen nicht meldet.
Im Berichtszeitraum sind keine Korruptionsfälle bekannt.

Im Berichtszeitraum sind keine Korruptionsfälle eingetreten und es wurden keine Verdachtsfälle gemeldet.

Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist wesentlicher Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Rinn. Leitlinie ist die effiziente Nutzung von Primär- und Sekundärrohstoffen und der Verringerung der Primärrohstoffe durch Sekundärrohstoffe.

Im Lebenszyklus eines Betonsteins werden vor allem in der Vorkette bei Rohstoffabbau sowie Verarbeitung und während der Herstellung natürliche Ressourcen in Anspruch genommen. Während der Nutzungsphase beschränkt sich die Inanspruchnahme von Ressourcen auf die Reinigung der Oberflächen und fällt verhältnismäßig gering aus. Rückbau und Entsorgung bergen hingegen ein hohes Potential durch sortenreines Recycling und vollständige Wiederverwertung die Materialeffektivität signifikant zu erhöhen.

Seit 2014 werden produktionsbedingter Betonbruch wieder dem Herstellungsprozess zugeführt und damit die Materialeffektivität gesteigert. Das Ziel, ab 2017 ein Rücknahmesystem für Altpflaster einzuführen und durch sortenreines Recycling die Ressourceneffektivität von Betonstein zu erhöhen, wurde in 2018 realisiert. Ziel für die kommenden Jahre ist es, die Ressourceneffektivität weiter zu erhöhen.

Als produzierendes Industrieunternehmen setzt Rinn zur Herstellung der Betonsteine verschiedene Primär- und Sekundärrohstoffe wie Kies bzw. Splitt, Sand und Zement ein. Für einen unbeschadeten Transport verwendet Rinn Verpackungsmaterialien, die 50% aus Recycelmaterial bestehen.

Primärrohstoffe // Zuschlagstoffe
Material Einheit 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Basalt t 114.842 119.977 103.014 108.882 105.949 108.295 102.886 97.930 89.670
Granit t 19.145 29.603 37.712 38.417 41.986 44.056 47.272 53.159 51.518
Sand t 150.884 165.966 157.675 163.043 166.627 171.606 167.459 175.512 164.263
Sonstige t 31.715 34.148 35.345 25.030 25.209 25.208 22.390 23.323 22.233
Recyclingsplitt t 711 4.194 9.982 14.005 15.838
2017
2018

Wir bauen ein Rücknahmesystem für Altpflaster auf, das wir gemeinsam mit Geschäftskunden umsetzen.  Die ersten Aufträge sind bereits durchgeführt.

Unser Ansatz im Umgang mit Energie ist, den Energieverbrauch im Allgemeinen zu senken, Energieträger durch erneuerbare Energieformen zu ersetzen und die Energieintensität unserer Produktion zu verringern.

Durch die Energiewende bei Rinn und die konsequente Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen konnte seit 2010 der Anteil erneuerbarer Energieträger auf 59% gesteigert werden.

Mit der Einführung des Energiemanagementsystems nach DIN EN 50.001 verpflichtet sich das Unternehmen auf eine jährliche Effizienzsteigerung von 2%. Das Unternehmen optimiert kontinuierlich die Produktionsprozesse und setzt neue Verwertungstechnologien ein. Der spezifische Energieverbrauch lag 2017 bei 50,82 kWh/Tonne Beton und ist 2018 auf 51,20 kWh/Tonne Beton angestiegen. Die Energieintensität unterliegt im Bereich der Wärmeenergie witterungsbedingen Schwankungen. Der Stromverbrauch kann jährlich je nach Absatzmenge einzelner Produktgruppen variieren, da die unterschiedlichen Fertigungsprozesse sich in ihrer Energieintensität unterscheiden.

In der Vergangenheit haben wir unsere Energieversorgung schrittweise auf erneuerbare Energiequellen umgestellt. Die Klimatisierung unserer Werke und Bürogebäude war bis 2008 vollständig auf fossile Energieträger angewiesen. Durch die Umsetzung eines neuen Energiekonzepts konnten wir seit 2010 den Anteil erneuerbarer Energien für Heizung und Kühlung von 18 Prozent auf 37 Prozent in 2018 ungefähr verdoppeln. 

Unser Ziel ist es, den Gasbedarf im Werk Heuchelheim durch eine zusätzliche Geothermieanlage weiter zu reduzieren. 

Einheit 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Fossil Strom aus dt. Energiemix kWh 8.154.168 8.562.177 8.438.894 8.460.642 - - -
Heizöl kWh 25.098 20.689 61.769 630.990 439.570 462.520 439940 729.750 518.730
Gas kWh 5.044.044 3.063.757 3.551.146 3.967.541 2.990.113 3.643.384 3.788.998 3.687.720 3.320.076
Diesel kWh 3.961.750 3.876.000 4.034.120 3.812.550 4.030.280 3.964.185 3.894.739 3.7313.69 3.646.938
Benzin kWh 5.943 6.763 10.765 110.295 76.455 64.031 87.420 126.109 198.139
Erneuerbar Strom aus Photovoltaik kWh - - - 63.050 264.450 554.000 518.320 453.000 461.000
Strom aus Wasserkraft kWh - - - - 8.314.194 8.474.870 9.159.036 9.626.920 9.225.702
Geothermie kWh no data no data 570.000 356.000 231.160 188.000 218.660 168.000 217.000
Wärmerückgewinnung kWh no data no data 45.000 37.000 199.160 215.000 218.101 237.000 270.000
Fernwärme kWh 1.141.060 840.770 884.680 1.020.000 978.740 1.081.704 1.045.034 1.011.926 960.930
Summe Fossil kWh 17.191.003 15.529.386 16.096.694 16.982.018 7.536.418 8.134.120 8.169.067 8.211.097 7.683.883
Summe Erneuerbar kWh 1.141.060 840.770 1.499.680 1.476.050 9.987.704 10.513.574 11.159.151 11.496.846 11.134.632
Gesamtenergieeinsatz kWh 35.525.077 16.372.167 17.598.386 18.460.081 17.526.136 18.649.709 19.370.248 19.771.794 18.818.515

Rohstoff- und Frachtentransport in kWh

Energie außerhalb in km

Art Einheit 2015 2016 2017 2018
Vorgelagerter Transport km 1.340.310 1.306.766 1.435.246 1.222.358
Nachgelagerter Transport km 2.476.289 2.607.358 2.791.655 2.537.509
Berufsverkehr der Mitarbeiter km 2.600.268 2.730.939 3.179.473 3.266.146
Energieintensität

Bei einer unserer Trockenkammern haben wir eine neue Klimatisierungstechnik in Betrieb genommen. Dieses Verfahren ermöglicht uns, den Gasverbrauch in der Produktion signifikant zu senken. Wir haben in 2018 damit jährlich 200.000 kWh Gas eingespart. Anfang 2019 werden wir eine zweite Trockenkammer umrüsten und erwarten eine Einsparung von 100.000 kWh Gas jährlich.

Die externe Zertifizierung durch das Institut Bauen und Umwelt (IBU) unterstreicht unsere Entscheidung zu einer vollständigen Produktinformation und kann als Umweltproduktdeklaration transparent von Kunden eingesehen werden. Die vom IBU e.V. nach ISO 14025, ISO 14040 ff. sowie der europäischen DIN EN 15804 ausgestellten Umwelt-Produktdeklaration (EPD) bewertet Auswirkungen unserer Betonpflastersteine über den gesamten Lebenszyklus auf Mensch und Umwelt.

Während der Nutzung sind vor allem Faktoren wie Witterungsbeständigkeit, Abrieb, Kälte und Auslaugung Kennzahlen für Qualität und Sicherheit. Unsere Betonpflastersteine werden regelmäßig entsprechend der Normen DIN 1338/1339 geprüft. Die externe Prüfung bestätigt, dass Nutzung und Entsorgung der Baustoffe gefahrenfrei für Mensch und Umwelt sind.

Wasser ist eine der wertvollsten Ressourcen. Zwar herrscht in Deutschland keine akute Wasserknappheit, doch das ist kein Argument gegen den umfangreichen Schutz unseres Grund- und Frischwassers. Ein hohes Reduktionspotenzial von Frischwasser stellt die Reinigung und Wiederverwendung von Brauchwasser im Produktionsprozess dar.  Von 2010 bis 2016 haben wir unseren Wasserverbrauch um 55 Prozent gesenkt. Unser Ziel war es, bis 2018 den Wasserbedarf im Produktionsprozess zu 40% durch Regenwasser zu decken. Durch den trockenen Sommer 2018 konnte dieses Ziel allerdings nicht erreicht werden.

RINN nutzt Wasser in der Produktion, in den Ideengärten sowie in der Verwaltung. Hier halten Wasserspareinrichtungen den Verbrauch an Frischwasser möglichst gering. Die Wasserversorgung erfolgt durch die öffentliche Infrastruktur sowie durch Regenwasserauffangsysteme. Der absolute Wasserverbrauch wurde von 57.607 m³ im Jahr 2010 auf 34.357 m³ im Jahr 2018 reduziert. Der spezifische Wasserverbrauch liegt bei 0,104 m³ pro Tonne Beton.

RINN bezieht Wasser aus der örtlichen öffentlichen Versorgung und sammelt Niederschlag in Zisternen.

Mit einer Jahreskapazität 288.979 m³ decken wir ca. 88 Prozent unseres Wasserbedarfs durch die Aufbereitung des Brauchwassers.

Bei der Auswahl unserer Lieferanten beziehen wir das ökologische Verhalten als Kriterium mit ein. In Deutschland ist ein integrierter Renaturierungsplan für Abbaustätten Bestandteil des Genehmigungsverfahren. Da wir unsere Rohstoffe zumeist aus Deutschland und immer aus der EU beziehen, verlassen wir uns auf die hiesigen Prüfverfahren, die entsprechend der raumplanerischen Verordnungen auch den Schutz der Biodiversität integrieren.

Rinn unterhält keine Betriebsstandorte, weder in oder neben geschützten Gebieten noch in Gebieten mit hohem Biodiversitätswert außerhalb von geschützten Gebieten.

Uns sind keine Auswirkungen auf Schutzgebiete oder Gebiete mit hohem Biodiversitätswert bekannt.

Die Renaturierung der Rohstoffabbaustätten ist wesentlicher Bestandteil des Genehmigungsverfahrens und Aufgabe unserer Lieferanten

Unser Ziel ist eine klimaneutrale Weltwirtschaft. Deshalb haben wir entschieden, die Energiewende mit unternehmerischen Mitteln zu gestalten. Wir übernehmen Verantwortung für Umwelteinwirkungen unserer Wertschöpfung, die wir direkt kontrollieren und im Sinne des nachhaltigen Wirtschaftens beeinflussen können. Darüber hinaus beziehen wir die Umwelteinwirkungen vor- sowie nachgelagerter Schritte des Lebenszyklus von Produkten in unsere Betrachtungen ein.

Die Inanspruchnahme von Energie und der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase ist eine wesentliche ökologische Auswirkung unserer Wertschöpfung. Um den Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern, reduzieren wir unseren Energiebedarf stetig und decken die benötigte Energie möglichst aus erneuerbaren Quellen. Durch die Umsetzung der Energiewende bei Rinn hat das Unternehmen seine THG-Intensität seit 2012 um 59,4 Prozent reduziert.

Schon seit 2014 produzieren wir CO₂-neutral und fertigen mit 100 Prozent Ökostrom. Rinn veröffentlicht seit 2014 eine vollständige CO-Bilanz nach dem internationalen Standard des Greenhouse Gas (GHG) Protocol. Das extern geprüfte Energiemanagement und der transparente CO₂-Fußabdruck geben uns die Basis, um die Potentiale zur Verbesserung der Energie- und Klimabilanz kontinuierlich umzusetzen.

Die Reduktion transportbedingter Emissionen erfordert eine regional ausgerichtete Beschaffungspolitik. Deshalb bezieht Rinn 90 Prozent der Rohstoffe innerhalb eines Umkreises von 120 km. Die Vermeidung von Leerfahrten bei der Produktauslieferung, Fahrtenbündelung und der Einsatz von Euro 6 Lastkraftwägen reduzieren transportbedingte Umwelteinwirkungen im operativen Geschäft.

CO₂ Emissionen Produktion
Emissionsquelle Einheit 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Stationäre Verbrennung CO₂e(t) 1.312 800 859 948 702 808 872 932 761
Fuhrpark CO₂e(t) 1.147 1.143 1.066 1.007 1.060 1.137 1.045 1123 1018
Summe CO₂e(t) 2.459 1.943 1.925 1.955 1.762 1.945 1.916 2055 1779

Durch die Umstellung auf 100 Prozent Ökostrom aus Wasserkraft in Deutschland fallen bei uns seit 2014 keine Scope 2 Emissionen mehr an. Unsere vollständigen CO Bilanz finden sie hier.

Co₂ Emissionen Scope 2
CO₂-Emissionen Scope 2
Emissionsquelle Einheit 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Strom CO₂e(t) 4.811 5.052 4.397 4.290

In Scope 3 unterscheiden wir Emissionen, die innerhalb unserer Produktion anfallen von Emissionen, die in unserer Lieferkette durch unsere Geschäftspartner verursacht werden. Seit 2016 ist die Rohstoffanlieferung und der Frachtentransport durch unsere Logistikpartner Teil unserer Kompensationsleistungen und vollständig CO neutral.

Emissionsfaktor Produktion
CO₂ Emissionen Scope 3 Produktion
Emissionsquelle Einheit *2010 *2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Anfahrt Mitarbeiter CO₂e(t) no data no data 533 469 560 589 622 733 582
Geschäftsreisen CO₂e(t) no data no data 20 11 6 3 24 11 9
Wasser CO₂e(t) no data no data 37 42 34 23 18 23 27
Papier CO₂e(t) no data no data 211 136 158 133 166 127 163
Abfall CO₂e(t) no data no data 774 799 833 836 66 57 50
Indirekte Emissionen Scope 1&2 CO₂e(t) no data no data 648 655 619 643 653 669 417
Summe CO₂e(t) no data no data 2.224 2.112 2.209 2.228 1.550 1619 1248
Emissionsfaktor Produkt
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Vorkette CO₂e/t 0,118 0,119 0,122 0,133 0,127 0,127 0,133
Externe Logistik CO₂e/t 0,012 0,013 0,013 0,012 0,013 0,013 0,013
Produktion CO₂e/t 0,024 0,023 0,011 0,011 0,009 0,009 0,008
Tonne Beton CO₂e/t 0,153 0,154 0,146 0,156 0,149 0,150 0,154
Quadratmeter Pflasterstein CO₂e/qm 0,028 0,029 0,027 0,029 0,028 0,028 0,028
Emissionsfaktor Produkt

Wir unterscheiden einen produktionsbedingten Emissionsfaktor, den wir selbst kontrollieren und direkt beeinflussen können, von dem produktspezifischen Emissionsfaktor. Im Emissionsfaktor des Produktes sind sämtliche Treibhausgasemissionen von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung bis zum Transport zur Baustelle berücksichtigt. Der Großteil der hier enthaltenen CO Emissionen liegt außerhalb unserer Unternehmensgrenzen im Bereich unserer Vorkette und kann von uns nur schwer beeinflusst werden. 

Emissionsfaktor Produktion
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Tonne Beton CO₂e/t 0,024 0,023 0,011 0,011 0,009 0,009 0,008
Quadratmeter Pflasterstein CO₂e/qm 0,004 0,004 0,002 0,002 0,002 0,002 0,002
Emissionsfaktor Produktion
Emissionsfaktor Produkt
Emissionsfaktor Produkt
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Vorkette CO₂e/t 0,118 0,119 0,122 0,133 0,127 0,127 0,133
Externe Logistik CO₂e/t 0,012 0,013 0,013 0,012 0,013 0,013 0,013
Produktion CO₂e/t 0,024 0,023 0,011 0,011 0,009 0,009 0,008
Tonne Beton CO₂e/t 0,153 0,154 0,146 0,156 0,149 0,15 0,154
Quadratmeter Pflasterstein CO₂e/qm 0,028 0,029 0,027 0,029 0,028 0,028 0,028

Durch die Umsetzung der Energiewende bei Rinn hat das Unternehmen seine THG-Intensität seit 2012 um 64,6% reduziert. Im Berichtszeitraum konnten wir unsere Emissionen um 17,6 Prozent senken.

Regelmäßige Lärmmessungen sind Teil der Betriebsgenehmigung für unsere Produktionsanlagen. Deise werde alle drei Jahre in unseren Werken von einem unabhängigen Gutachter durchgeführt. Wenn in den jeweiligen Werken eine Anlagenerweiterung oder ein Anlagenumbau vorgenommen wird, muss zur Inbetriebnahme eine erneute Lärmmessung durchgeführt werden. Die einzelnen Immissionspunkte (Lärmmesspunkte) legt die zuständige Genehmigungsbehörde unter besonderer Berücksichtigung der nächstgelegenen Wohngebiete und Anwohner fest. Die Messungen haben ergeben, dass die von uns durchgeführten Schallschutzmaßnahmen eine sehr gute Wirkung zeigen und Lärmemissionen unter den vorgegebenen Immissionsrichtwerten von 55 dBA am Tage bzw. 40 dBA in der Nacht liegen. Kurzzeitige Geräuschspitzen durch einzelne Schallereignisse auf dem Betriebsgelände, welche die Immissionsrichtwerte um mehr als 30 dB tagsüber bzw. 20 dB nachts überschreiten, wurden nicht festgestellt.

Die Abgabe von Schadstoffen wie Staub schädigen die Umwelt. Belastungen der Umwelt durch Schadstoffe führen zu nachteiligen Folgen für die Maschinen und für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen. In der Betonproduktion fallen an verschiedenen Stellen große Mengen an Staub an. Um den Staub nicht ungefiltert in die Atmosphäre zu lassen, gibt es bei Rinn Systeme zum Abfangen und Absaugen des Staubs. Die Grenzwerte für den Reststaubgehalt der Abluft liegen in der Regel bei 20 mg/m³. Unsere Filter erreichen durchschnittliche Werte von 4 mg/m³. Das heißt, wir liegen nur bei einem Fünftel des zulässigen Wertes.

Bei der Weiterverarbeitung des Stahlsandstrahlen oder Schleifen vom Beton fällt Strahl- und Schleifstaub an. Dieser wird nicht entsorgt, sondern dem Massenbeton zugegeben. Dank der hervorragenden Filtertechnik in unseren Hallen, wird die gereingite Luft in die Produktionshalle zurückgeführt.

Unser Ziel der Ressourcenwende bei Rinn ist, die Materialkreisläufe zu schließen. Unsere Vision ist die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft, in der praktisch weder produktionsbedingter Abfall noch Abwasser anfällt.

Wasser ist Leben - deswegen schonen wir unsere heimischen Wasserquellen und reduzieren den Bedarf an Frischwasser in unserem Herstellungsprozess. Durch die Aufbereitung des Brauchwassers reduzieren wir unsere Abwassermenge kontinuierlich.

Im Bereich Abfall orientieren wir uns an der Zielhierarchie für den Umgang mit Abfallstoffen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes: Die Vermeidung jeglicher Abfälle steht an der Spitze der Pyramide. Abfälle, die wir nicht vermeiden können, bereiten wir durch die Auswahl von Roh-, Betriebs- und Hilfsstoffen für eine Wiederverwertung vor. Unser wichtigster Hebel liegt im Hochwert-Recycling unserer Produktionsreststoffe, die wir zu Recyclingbeton weiterverbreiten. 

Mehr zum Thema Wasser finden Sie hier.

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Abwasser m3 - 40.341 32.598 37.018 26.592 18.975 12.826 17485 21545

Rinn ist Treiber der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Deshalb führen wir bisher unvermeidbare Abfälle möglichst einer Wiederverwertung zu. Den im Produktionsprozess anfallenden Abfall entsorgen wir mit den lokalen Entsorgungsbetrieben gemäß den Vorgaben des Abfallwirtschaftsgesetzes.

Die Menge nicht gefährlicher Abfälle innerhalb der Werke in Hessen und Thüringen betrug im Jahr 2017 ca. 32.941 Tonnen und im Jahr 2018 ca. 31.927 Tonnen. Die Mengen gefährlicher Abfälle, wie Öle, Fahrzeugbatterien oder Leuchtstoffröhren, erfassen wir seit 2016 separat. Im Vergleich zu den nicht gefährlichen Abfällen liegt die Menge der gefährlichen Abfälle mit knapp 26 Tonnen bei 0,00081 Prozent.

Abfall
Abfallart Einheit 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Folie t 76 55 43 36 74 36 60 46 33
Holz t 387 388 430 352 481 380 408 431 423
Papier t 35 31 20 38 36 32 38 50 63
Bänder t 10 8 7 8 8 3 2
Restmüll t 139 154 148 159 204 175 154 199 212
RC Straßenbau t 29.968 36.691 35.260 36.481 34.617 38.894 33.314 32.216 31.196
Schleifreste fest t 2.752 3.679 3.626 3.770 3.927 3.915 4.332 4.898 3.975
Gefährliche Abfälle t K.A. K.A. K.A. K.A. K.A. K.A. 31 27 26

Im Berichtszeitraum sind keine signifikanten Verschmutzungen aufgetreten bzw. schädliche Substanzen ausgetreten.

Sämtliche gefährliche Abfälle werden von örtlichen Entsorgungsbetrieben gemäß der behördlichen Vorschriften entsorgt.

Wir leiten Abwässer dem örtlichen Entsorgungsnetz zu. 

Im Berichtszeitraum gab es keine Bußgelder und keine Strafen wegen Nichteinhaltung von Umweltauflagen.

Der Rinn Kodex bildet die Grundlage für unsere werteorientierte Lieferantenbeziehung. Wir sensibilisieren unsere Lieferanten für ökologische und soziale Herausforderungen und arbeiten in langfristigen Partnerschaften an der gemeinsamen Verbesserung unserer Wertschöpfungsketten. Im Berichtszeitraum haben wir eine systematische Erfassung und Bewertung der Nachhaltigkeitsleistungen unserer Lieferanten in den Bereichen Umwelt, Mitarbeiter, Ethik und Lieferkette durchgeführt. Bisher haben 42 Prozent unserer Lieferanten teilgenommen, bei denen wir Waren oder Dienstleistungen in einem Wert von mindestens € 10.000 beziehen.

Seit 2016 fließen bei neuen Lieferanten ökologische Kriterien in unsere Lieferantenbewertung und Auftragsvergabe ein.

Die wichtigste Ressource unseres Unternehmens sehen wir nicht in den Steinen, sondern in den Menschen, die diese Steine bewegen. Wir wollen die erste Adresse für hochqualifizierte und motivierte Fachkräfte sein und ihnen eine echte Perspektive in ihrer täglichen Arbeit bieten. Als attraktiver Arbeitgeber in der Region sind wir ein dauerhaft leistungsstarker und zuverlässiger Partner für unsere Kunden.

Wir bauen auf die Zukunft unserer Nachwuchskräfte und investieren in ihre Aus- und Weiterbildung. Für jeden Einzelnen können sich neue Perspektiven innerhalb des Unternehmens entwickeln. Führungspositionen werden nach Möglichkeit intern ausgeschrieben und besetzt, so dass wir von innen heraus gesund wachsen.

Unsere Mitarbeiter sind Wissensträger und mit den Anforderungen unserer Kunden sowie den Herausforderungen der Fertigungsprozesse tief vertraut. Wir fördern gezielt ihre Mitsprache bei der Entwicklung von Innovationen und beteiligen sie aktiv an der Unternehmensentwicklung.

Die generationsübergreifende Bewahrung unseres Verständnisses nicht nur für Maschinen, sondern auch für Menschen ist von zentraler Bedeutung, um in Zukunft in Qualität und Innovation weiterhin große Schritte zu gehen.

Da wir als Industrieunternehmen täglich mit tonnenschwerem Material und Produktionsanlagen arbeiten, hat Arbeitssicherheit bei uns einen hohen Stellenwert. 

Die Gesamtanzahl der Mitarbeiter in allen drei Werken ist in den vergangenen zehn Jahren um 45 Prozent von 353 auf 514 in 2018 gestiegen. Auf 22 Stellenausschreibungen in 2017 und 17 Stellenausschreibungen in 2018 haben sich 2017 insgesamt 690 und im Folgejahr 652 Personen bei Rinn beworben.
162 Initiativbewerbungen erreichten uns in 2018.  Vakanzen konnten wir im vergangenen Jahr passgenau mit geeigneten Mitarbeitern besetzen.
2018 haben 8 junge Auszubildende einen Ausbildungsplatz bei uns gefunden. Vier Auszubildende begannen ihre Lehre im gewerblichen und vier im käufmännischen Bereich.
Die Fluktuationsrate schwankt zwischen 2,4 Prozent und 2,9 Prozent auf einem relativ niedrigen Niveau.

2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Neueinstellungen 19 28 27 35 30 61 44
Abgänge 2 5 6 3 9 18 21
Fluktuationsrate 0,48% 1,17% 1,34% 0,65% 1,92% 2,49% 2,93%

Die drei Werke Heuchelheim, Steinbach und Stadtroda sind in der Tarifgemeinschaft „Arbeitgeberverband Steine und Erden Hessen-Thüringen” eingebunden. Unsere Mitarbeiter werden nach dem Entgelttarifvertrag und Manteltarifvertrag für Arbeitnehmer der Industrie Steine und Erden der Länder Hessen und Thüringen entlohnt. Die Betriebsvereinbarungen gelten für alle Mitarbeiter. Darüber hinaus unterstützen wir den Gedanken der frei verhandelten Tarifverträge im Rahmen einer Tarifgemeinschaft (Flächentarif) und beteiligen uns aktiv an den Tarifverhandlungen. Christian Rinn ist Vorsitzender im Vorstand des „Arbeitgeberverbandes Steine und Erden Hessen-Thüringen" und Verhandlungsführer der Tarifkommission.

Altersvorsorge
Rinn fördert die Altersversorgung seiner Mitarbeiter. Mitarbeiter, die eine Gehaltsumwandlung in Form einer Direktversicherung abschließen, erhalten von Rinn einen Zuschuss zwischen 14 Prozent und 26 Prozent je nach Betriebszugehörigkeit. 2018 wurden 91.499 Euro an Zuschüssen zur BAV gezahlt. Insgesamt liegt die Beteiligungsquote bei 43,58 % der Mitarbeiter.

Vermögenswirksame Leistungen
Die Firmenanlage der vermögenswirksamen Leistung (VL) gibt es in den Werken Heuchelheim, Steinbach und seit 2016 auch in Stadtroda. Die Gewährung der VL ist in Stadtroda eine übertarifliche Leistung im Rahmen einer Betriebsvereinbarung. Die Firma RINN bietet allen Mitarbeitern die Möglichkeit, die vermögenswirksamen Leistungen intern anzulegen. Hierzu besteht die Möglichkeit, sich durch ein verzinsliches Darlehen am Unternehmen zu beteiligen. Die Darlehenseinzahlung ist pro Mitarbeiter und Jahr auf € 480,- begrenzt. Der Mitarbeiter kann diesen Höchstbetrag dadurch aufbringen, indem er Beträge vom max. € 480,- nach dem 5. Vermögensbildungsgesetz als VWL anlegt. Dies geschieht durch Teilbeträge von € 40,- die monatlich vom Nettoauszahlungsbetrag einbehalten werden. Bei einer jährlichen Einzahlung von € 480,- gewährt die Firma eine steuerfreien Darlehenszuschuß von € 154,-. Das Darlehen wird für eine Laufzeit von 6 Jahren abgeschlossen und jährlich mit 2 % über dem Basiszinssatz verzinst. Die vermögenswirksamen Leistungen des Tarifvertrages (für Hessen) können die Mitarbeiter hier einfließen lassen. In Stadtroda erhalten die Mitarbeiter die vermögenswirksame Leistung freiwillig. Dort ist die VL über eine Betriebsvereinbarung geregelt.  Nach den 6 Jahren können sich die Mitarbeiter entscheiden, ob das Geld ausgezahlt oder dem Unternehmen weiterhin als Darlehen zur Verfügung gestellt wird.

Im Jahr 2018 lag mit 288 Mitarbeitern die Beteiligungsquote bei 56,03 Prozent. Insgesamt wurde ein Darlehenszuschuss von € 44.352,-gezalt. Die VL-Leistungen lagen bei € 103.804,- Angelegte Darlehen betrugen zum 31.12.2018 in Heuchelheim/Stb € 882.056,- und in Stadtroda: € 53.890,-

Als Familienunternehmen ist eine Befürwortung und Förderung der Elternzeit für Mitarbeiter mehr als eine Selbstverständlichkeit. Auch Männer bekommen von uns den Zuspruch, trotz verantwortungsvoller beruflicher Aufgaben, ihren Anspruch auf Elternzeit wahrzunehmen. Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, über die allgemeinen gesetzlichen Leistungen hinaus, eine Unternehmenskultur zu prägen, die Müttern und Vätern das Vertrauen gibt, dass ihre Elternschaft willkommene Lebensereignisse sind. Während der Elternzeit können Eltern auf Wunsch in lebendigem Kontakt mit ihren Führungskräften stehen, um die Verbindung mit dem Unternehmen zu erhalten. Darüber hinaus steht Mitarbeitern die Möglichkeit offen, an Weiterbildungsprogrammen teilzunehmen, das jährliche Entwicklungsgespräch zu führen und bei allen Festlichkeiten dabei zu sein. Den Wiedereinstieg nach der Elternzeit fördern wir mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. In Stadtroda bezuschussen wir auf Wunsch die Kosten für Kindertagesstätten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bisher Elternzeit beansprucht haben, sind wieder erfolgreich ins Unternehmen zurückgekehrt und bis heute verblieben.

Elternzeit
2013 2014 2015 2016 2017 2018
Frauen mit Anspruch auf Elternzeit 2 1 1 6 4
Männer mit Anspruch auf Elternzeit 4 8 12 17 18 16
Frauen Elternzeit genommen 2 1 1 6 4
Männer Elternzeit genommen 4 5 7 5 10 9
Rückkehrrate 100% 100% 100% 100% 100% 100%
Verbleibrate 100% 100% 100% 100% 100% 100%

In der betrieblichen Mitbestimmung unserer Mitarbeiter sehen wir eine große Chance für das Voranschreiten des gesamten Unternehmens. Der Betriebsrat setzt sich an den hessischen Standorten aus neun und in Thüringen aus fünf Mitgliedern zusammen. In vertrauensvoller Zusammenarbeit werden gemeinsam gesetzliche, tarifliche und betriebliche Regelungen umgesetzt. Für die Werke Heuchelheim und Steinbach gibt es eine Entgeltkommission aus Betriebsrat- und Arbeitgebervertretern. Beim betrieblichen Vorschlagswesen und der Entwicklung der betrieblichen Altersvorsorge ist der Betriebsrat ein wichtiger Partner. Ebenso beteiligt er sich beim  Thema Arbeitssicherheit im Arbeitssicherheitsausschuss.

Die Mindestmitteilungsfrist zu signifikanten betrieblichen Veränderungen für Mitarbeiter und Betriebsrat beträgt gemäß Betriebsverfassungsgesetz § 99 zur Mitbestimmung bei personellen Einzelmaßnahmen sieben Tage. Rinn arbeitet vertrauensvoll, intensiv und konsequent mit den Betriebsräten zusammen. Ihre Vertreter sind in zahlreichen Ausschüssen eingebunden. Betriebliche Veränderungen werden frühzeitig gemeinsam erörtert.

Auf der jährlich stattfindenden Betriebsversammlung informiert die Geschäftsleitung über Planungen, Aktivitäten und Strategien. Sie berichtet Erfolge und erläutert kritische Themen. Im Intranet finden Mitarbeiter tagesaktuell umfangreiche Informationen über die Unternehmensentwicklung.

Aktuelle Themen werden in Abteilungsbesprechungen geklärt, die in weiten Teilen des Unternehmens bereits regelmäßig stattfinden. In einigen Abteilungen konnten solche Besprechungen bisher noch nicht umgesetzt werden. Mit dem Ziel einer langfristigen und soliden Lösung haben wir Maßnahmen zur Veränderung der strukturellen Ursachen eingeleitet. 

Zur Überwachung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes arbeiten im Arbeitssicherheitsausschuss Vertreter der Geschäftsleitung eng mit Fachkräften für Arbeitssicherheit, Betriebsärzten, externen Fachexperten und dem Betriebsrat zusammen. Mit dem extern auditierten Managementsystem Gütesiegel “Sicher mit System“ wird fortwährend der Arbeits- und Gesundheitsschutz optimiert.

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter nachhaltig zu fördern und dadurch die Gesundheitsquote zu steigern, ist ein wichtiges Ziel bei Rinn. Dafür bieten wir kostenlose gesundheitsfördernde Programme an, wie z.B. Yoga, RückenFit, Stuhlmassagen, Gesundheitscoaching mit Beratungen zur Ergonomie am Arbeitsplatz, Suchtprävention etc. an.

Der Arbeitssicherheitsausschuss vertritt die Interessen der gesamten Belegschaft und berät in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über aktuelle als auch strategische Themen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit. In den ASA-Sitzungen werden auch die Unfallstatistiken analysiert und Lösungsansätze zur Vermeidung von Unfällen ausgearbeitet.

Ein Ergebnis unserer Bemühungen ist eine branchenspezifisch unterdurchschnittliche Anzahl von Unfällen, weshalb uns jährlich ein Teil der Berufsgenossenschaftsbeiträge zurückerstattet wird.  Seit der Zertifizierung unseres Managementsystems in 2017 reduzieren sich die Unfälle jährlich. Leider konnten 2018 insgesamt 14 Arbeits- und Wegeunfälle nicht verhindert werden. Unser Ziel ist es, Arbeitsunfälle weiter zu reduzieren.

Verletzungen und krankheitsbedingte Fehltage
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Unfälle gesamt 23 23 22 28 19 14
Arbeitsunfälle 22 20 18 25 18 14
Wegeunfälle 1 3 3 4 1
Ausfalltage Arbeitsunfälle 368 275 191 398 196 150
Gesundheitsquote 93,59% 94,11% 93,01% 94,09% 92,83% 92% 91,16%
Durchschnittliche Krankheitstage je Mitarbeiter 18,3 15,33 18,95 20,74 22,5
arbeitsbedingte Todesfälle

Es bestehen keine Arbeitsplätze, die einer hohen Erkrankungs- oder Gefährdungsrate unterliegen. Um dies weiterhin zu gewährleisten, haben wir gemeinsam mit unserem Betriebsrat die freiwillige Einführung eines Managementsystems für Arbeitssicherheit beschlossen, das inzwischen von der Berufsgenossenschaft in allen Werken zertifiziert wurde. 

Das Gütesiegel „Sicher mit System“ ist ein Managementsystem zur Optimierung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Es wurde von der zuständigen Berufsgenossenschaft branchenspezifisch ausgearbeitet und beruht auf dem nationalen Leitfaden für Arbeitsschutzmanagementsysteme. In regelmäßigen Audits prüfen externe Gutachter der Berufsgenossenschaft, wie in unserem Unternehmen der Arbeits- und Gesundheitsschutz in Produktion und Verwaltung organisiert und umgesetzt ist. Seit 2016 sind alle drei Werke zertifiziert. Als weitere Ergänzung des Gütesiegels SmS wurde 2018 unser betriebliches Gesundheitsmanagement von der Berufsgenossenschaft zertifiziert und bescheinigt, dass die Anforderungen von OHSAS 18001:2007 umgesetzt wurden.

Als werteorientiertes Familienunternehmen ist es ein wichtiges Ziel, uns als attraktiver Arbeitgeber in den Regionen zu positionieren. Eine nachhaltige Personalentwicklung bedeutet für uns, möglichst viele Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu bekommen und die Mitarbeiter langfristig an unser Unternehmen zu binden.  Deshalb bauen wir auf die Zukunft unserer Nachwuchskräfte und investieren systematisch in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

Ausbildung
Jungen Menschen bieten wir die Möglichkeit, eine spannende Berufsausbildung zu durchlaufen und sich zu einer ausgezeichneten Fachkraft zu entwickeln. Neben der klassischen Ausbildung zum Betonfertigteilbauer/-in, Verfahrensmechaniker/-in, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik und zum Industriekaufmann/-frau, fördern wir bei Rinn weiterführende Qualifikationen wie duale Studiengänge und die Fortbildung zum Meister. Ein abteilungsübergreifendes Team von erfahrenen Ausbildungsbeauftragten begleitet die Auszubildenden und Studierenden auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Abschluss. Als Unternehmen der Baubranche ist es unser Wunsch, vermeintlich männlich geprägte Ausbildungsberufe für junge Frauen attraktiv zu machen.

Weiterbildung
Eine systematische sowie individuelle Entwicklung von Mitarbeitern und Führungskräften ist fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir investieren seit Jahren intensiv in die Entwicklung und Weiterbildung der Mitarbeiter.  

Durchschnittlich hat sich jeder Mitarbeiter im Jahr 2017 für 14,49 Stunden und 2018 für 6,66 Stunden weitergebildet. Im Vergleich zu 2016 waren es im Jahr 2017 knapp 2.000 Stunden mehr. Im Jahr 2018 mussten wir aus ökonomischen Gründen das Budget halbieren. Demzufolge reduzierten sich die Weiterbildungsstunden im Jahresvergleich 2017/2018. Für 2019 wird das Budget wieder aufgestockt.

Ausbildung bei Rinn
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Auszubildende gesamt 14 14 18 20 20 20 19
Neue Auszubildende gesamt 5 5 8 7 5 8 7
Neue Auszubildende Frauen 1 1 2 1 1 1
Neue Auszubildende Männer 4 4 8 5 4 7 6
Anteil an Gesamtbelegschaft 3,20% 3,97% 4,30% 4,25% 3,98% 3,70

Für einen dauerhaften Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit bieten wir unseren Mitarbeitern umfassende Möglichkeiten zur internen Weiterbildung an.

Das inzwischen etablierte jährliche Entwicklungsgespräch zwischen Mitarbeiter und Führungskraft stellt sicher, dass die aktuelle Leistungsbeurteilung sowie Fragen zur fachlichen oder persönlichen Weiterentwicklung besprochen, dokumentiert und weiter verfolgt werden. Der direkte Vorgesetzte führt das Entwicklungsgespräch einmal im Jahr als 4-Augen-Gespräch. Somit hat jeder die Möglichkeit, in einer offenen Atmosphäre über den persönlichen Standpunkt und seine Entwicklung zu sprechen.

Die konsequente Durchdringung des gesamten Unternehmens ist uns noch nicht gelungen und stellt ein wesentliches Ziel für die nächsten Jahre dar.

Ein wichtiger Faktor für unseren Unternehmenserfolg ist die Förderung der Vielfalt. Deshalb achten wir darauf, Mitarbeitern unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Identität, Herkunft oder Behinderung diskriminierungsfreie Arbeitsplätze zu gewährleisten und allen gleiche Chancen zu bieten. Als Unterzeichner der "Charta der Vielfalt" bekennen wir uns auch öffentlich dazu.

Eines der Ziele von Rinn ist es, vermehrt Frauen in Führungspositionen einzusetzen. Der Anteil weiblicher Führungskräfte lag 2017 und 2018 mit 14,52 Prozent über dem Anteil von Frauen an der Gesamtbelegschaft von 14,01 Prozent. Seit Oktober 2018 ist die zweite Frau in der Geschäftsleitung. Die Inklusion schwerbehinderter Menschen wird entsprechend der gesetzlichen Vorgabe durch einen Anteil von 5,5 Prozent der Gesamtbelegschaft gefördert. Im Jahr 2018 lag der Anteil bei 7 Prozent.

Rinn möchte Geflüchten eine berufliche Perspektive bieten. Hierfür kooperieren wir mit dem Bildungswerk der hessichen Wirtschaft. So konnten inzwischen drei Festanstellungen (darunter zwei Auszubildende) vergeben werden.

Der überwiegende Anteil unserer Mitarbeiter sind Männer (88%). Knapp drei Viertel von ihnen sind in der Produktion (72 Prozent) und ein Viertel in der Verwaltung (28 Prozent) tätig. Der Gesamtanteil unserer Mitarbeiterinnen beträgt 14 Prozent, von denen 93 Prozent in der Verwaltung und 7 Prozent in der Produktion tätig sind.

Unsere 58 Führungskräfte sind überwiegend aus der Region und haben sich im Rahmen ihrer langjährigen Tätigkeit im Unternehmen zu Entscheidungsträgern entwickelt. Ein geringer Anteil von ca. 1,7 Prozent der Führungskräfte wurde nicht lokal angeworben. Wir unterstützen die Inklusion schwerbehinderter Menschen entsprechend der gesetzlichen Vorgabe durch einem Anteil von 5 Prozent der Gesamtbelegschaft. Der Anteil von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund lag 2017 bei 20 Prozent und 2018 bei 19 Prozent.

Gleiche Bezahlung von Männern und Frauen ist ein Grundsatz der Vergütungspolitik bei Rinn. Die unterschiedlichen Tarifverträge in Hessen und Thüringen bilden die Basis für unsere Entlohnung. Bei der jährlichen Überprüfung der Entgelte legen wir einen besonderen Fokus darauf, dass es keine strukturellen Ungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen in der Vergütung gibt. Die Vergütungsstruktur ist grundsätzlich in Entgeltgruppen und innerhalb dieser nach Tätigkeitsjahren festgeschrieben. Mögliche Unterschiede können durch den Grad der Berufserfahrung entstehen und gelten für Frauen und Männer gleichermaßen.

Die Geschäftsstandorte von Rinn liegen in Deutschland und auch 100% der Lieferanten kommen aus Deutschland oder dem Europäischen Ausland. Eine systematische Verletzung der Vereinigungsfreiheit kann ausgeschlossen werden. 

Bis 2015 haben wir 0,2 Prozent unseres Materialeinsatzes in Form von Naturstein aus Indien bezogen. Da bei Lieferanten aus Indien der Ausschluss von Kinderarbeit nicht gewährleistet werden kann, haben wir entschieden, seit 2016 das Produkt Naturstein ganz aus unserem Sortiment zu nehmen.

Als Familienunternehmen in der fünften Generation sind wir stark in den lokalen Gemeinschaften unserer Geschäftsstandorte verwurzelt. Deshalb gehört ein breites Engagement in unserer Region für uns zum Selbstverständnis einer werteorientierten Unternehmensführung.

An sämtlichen Standorten pflegen wir mit unserer lokalen Nachbarschaft ein gutes Verhältnis. Neben zahlreichen gemeinnützigen Engagements fördern wir Projekte von und für Jugendliche im Bildungs- und Sportbereich.

In Heuchelheim und Fernwald-Steinbach kam es in der Vergangenheit vereinzelt zu Beschwerden über LKW-Lärm. Hierauf haben wir umgehend reagiert und weisen unsere Logistikpartner fortwährend darauf hin, ausschließlich die Umgehungstraßen zu nutzen und nicht mehr durch die Orte zu fahren. Weitergehend halten wir die Hallentore geschlossen, um Lärmbelästigung für die Anwohner zu vermeiden. siehe auch Stakeholder Dialog - Nachbarschaft

Der Rinn Kodex bildet die Grundlage für unsere werteorientierte Lieferantenbeziehung. Wir sensibilisieren unsere Lieferanten für ökologische und soziale Herausforderungen und arbeiten in langfristigen Partnerschaften an der gemeinsamen Verbesserung unserer Wertschöpfungsketten. Im Berichtszeitraum haben wir eine systematische Erfassung und Bewertung der Nachhaltigkeitsleistungen unserer Lieferanten in den Bereichen Umwelt, Mitarbeiter, Ethik und Lieferkette durchgeführt. Bisher haben 42 Prozent unserer Lieferanten teilgenommen, bei denen wir Waren oder Dienstleistungen in einem Wert von mindestens € 10.000 beziehen.

Unsere Geschäftspartner und Lieferanten sind zu 100% in Deutschland und der Europäischen Union tätig. Daher ist die Wahrscheinlichkeit einer systematischen Verletzung von Arbeitsrechten in unserer Lieferkette grundsätzlich sehr gering. Seit 2016 fließen bei neuen Lieferanten Kriterien zu Arbeitspraktiken in unsere Lieferantenbewertung und Auftragsvergabe ein. 

Eine Prüfung unserer Lieferkette in 2014 hat ergeben, dass ein einziges Produkt unserer Handelsware Naturstein mit einem Anteil von 0,2 Prozent unseres gesamten Materialeinsatzes in zweiter Stufe aus Indien bezogen wird. Auf Grund der dort herrschenden Arbeitspraktiken können Menschenrechtsverletzungen wie Kinderarbeit leider nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, das Produkt seit 2016 nicht weiter zu beziehen und Naturstein vollständig aus dem Sortiment zu nehmen.

Bei der Entwicklung neuer Produkte achten wir konsequent auf die Vermeidung potentieller Umwelt-, Sicherheits- und Gesundheitsrisiken.

Die externe Prüfung in Form von unserer Umweltproduktdeklaration bestätigt, dass Nutzung und Entsorgung aller Betonpflastersteine von Rinn gefahrenfrei für Mensch und Umwelt sind. Sämtliche Betonsteinpflaster weisen entsprechend den Forderungen der EN 1338 eine Rutschfestigkeit von mindestens 45 SRT auf.

Es sind keine Verstöße im Zusammenhang mit den Auswirkungen und Produkten und Dienstleistungen auf die Gesundheit und Sicherheit bekannt.

Angaben zu DIN Normen erleichtern die Kaufentscheidung und schützen entsprechend der vorgeschriebenen statischen Anforderungen an unsere Produkte. Rinn erfüllt bei der Kennzeichnung von Produkten nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflichten, sondern geht mit der Veröffentlichung einer unternehmensspezifischen Umweltproduktdeklaration für Betonsteinpflaster darüber hinaus.

Beachten Sie hierzu 302.5 (Senkung des Energiebedarfs für Produkte und Dienstleistungen)

Sämtliche Rinn Produkte sind mit einer CE Kennzeichnung, dem branchenspezifische Gütesiegel des Hessenbeton e.V. und der unternehmensspezifischen Umweltproduktdeklaration für Betonsteinpflaster gekennzeichnet.

Es sind keine Verstöße bekannt im Zusammenhang mit Produkt- und Dienstleistungsinformationen und der Kennzeichnung. Im Berichtszeitraum gab es einen Vorfall im Zusammenhang mit Marketing und Kommunikation. Dieser wurde außergerichtlich behoben, in dem wir den Text umformuliert haben.

Rinn behandelt Daten grundsätzlich vertraulich und erfüllt den Datenschutz nach den gesetzlichen Anforderungen. Der im Berichtszeitraum bestellte Datenschutzbeauftragte sorgt für den gesetzeskonformen Umgang mit personenbezogenen Daten. Er berichtet unmittelbar an die Geschäftsleitung.

Im Berichtsjahr 2018 gab es eine Beschwerde zur Verletzung des Datenschutzes. Ein Kunde musste mehrmals informieren, dass wir die Adresse nicht verwenden dürfen. Es gab keine Datenlecks, Datendiebstahl oder Datenverluste und keine weiteren Beschwerden.

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